Warum gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz keine Diamantenvorkommen?

Warum gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz keine Diamantenvorkommen?

  • Wie Diamanten entstehen und warum es im deutschsprachigen Raum keine Vorkommen von Diamanten gibt

Im deutschsprachigen Raum finden sich, wenn auch nicht in großer Menge, wertvolle Edelmetalle oder sogar Edelsteine. Einheimische Diamanten sucht man aber vergebens und das liegt nicht daran, dass niemand nach Ihnen suchen würde, sondern an der Entstehungsgeschichte von Diamanten und der Tektonik.

Woraus bestehen Diamanten und wie entstehen sie?

Diamanten bestehen aus Kohlestoff, der weltweit vorkommt, damit aus dem unansehnlichen schwarzen Material aber überhaupt ein Diamant, das härteste Material der Welt, werden kann, sind enormer Druck und Hitze nötig, die die schrittweise Umwandlung von Kohlestoff zu Diamant erst möglich machen. Diese Verhältnisse findet man nur in Vulkanen und genau deshalb gibt es in Zentraleuropa, egal ob Deutschland, Österreich oder Schweiz, abgesehen von mikroskopisch kleinen Diamanten die im Rahmen der Bildung der Gebirge entstanden und zur Verarbeitung in Schmuck nicht geeignet sind, keinerlei Diamanten. Auch zur Entstehungszeit von Diamanten vor hunderten Millionen bis Milliarden Jahren, gab es in unserem Bereich des Kontinents keine nennenswerte vulkanische Aktivität, die sich vor allem auf die Bereiche an denen die Erdplatten zusammenstoßen bzw. zusammenstießen konzentriert.

Erschwerend kommt hinzu, dass Diamanten zwar Hitze zur Entstehung brauchen, zu viel Hitze den Diamanten auf seiner Reise auf den Tiefen der Erde zur Oberfläche aber wieder zerstört und in andere Stoffe umwandelt. Daher finden sich Diamanten fast ausschließlich im dem Vulkangestein Kimberlit, im Deutschen auch Blaugrund genannt, das aus Magma entstanden ist, die besonders schnell, über sogenannte Pipes,  an Erdoberfläche gelangt sind. Pipes sind senkrechte Schlote, die tief in die Erde reichen, eine Art Autobahn für Magma die so mit enormen Geschwindigkeiten an die Erdoberfläche gelangt. Schnell genug, damit sich der Diamant nicht wieder in andere Stoffe auflöst.

Wo findet sich Kimberlit und damit auch Diamanten?

Kimberlit findet sich vor allem in einigen Ländern Afrikas, allen voran Südafrika, der demokratischen Republik Kongo und Botswana, Kanada, wenigen Regionen Südamerikas, Russland und Australien. Sie stellen den großen Teil der weltweiten Förderung, minimale Vorkommen existieren zusätzlich in Indien und China.

Erstmals entdeckt wurde Kimberlit in Südafrika, von dort stammen auch einige der größten und berühmtesten Diamanten der Welt. Rein von der Fördermenge in Karat liegt aber seit der Jahrtausendwende Russland ganz vorne, mit über die Jahre immer weiter wachsendem Abstand zu der Nummer 2, Botswana. Australien nimmt eine Sonderstellung ein, denn auch wenn die Fördermenge dort eher sinkt, beheimatet das Land die wahrscheinlich bekannteste Mine weltweit, die Argyle Mine. Die Popularität hat einen Grund, denn bis auf wenige Ausnahmen finden sich nur dort die ebenso seltenen wie wertvollen rosa bzw. pinken Diamanten sowie weitere seltene farbige Diamanten.

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Author: Inge De Wee
Quelle: BAUNAT

Mit diesem Artikel möchte BAUNAT Sie umfassend über die Investition in Diamanten informieren. Jede Investition birgt ein gewisses Risiko und kann nicht als risikolos garantiert werden. Ebenso können Ihre Erwartungen nicht garantiert werden. Aus diesem Grund empfehlen wir, die Risiken und Aspekte einer Anlage in Diamanten zu recherchieren, um sicherzustellen, dass Sie die richtige Wahl für Ihr Portfolio treffen.

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