Diamantfarben sind ein Kriterium der Qualität und des Werts

Diamantfarben sind ein Kriterium der Qualität und des Werts

Diamanten sind nicht nur als Schmucksteine interessant, sondern auch als Investitionsobjekt. Die schönen Steine verlieren ihren Wert nicht. Langfristig gesehen entwickelt sich der Wert der Diamanten nach oben, auch wenn kleinere, kurzfristige Kurschwankungen möglich sind. Und das ist auch schon der wichtige Punkt: Schmucksteine unterliegen modischen Entwicklungen. Die sogenannten Fancy Diamonds, also farbigen Diamanten, sind sehr selten und entsprechend teuer.

Reines Weiß oder leichte Tönung?

Die teuersten Diamanten sind die hochfein weißen Steine, die im englischen Sprachraum manchmal auch als "river" angegeben werden. Klar wie ein Kristall, bricht sich das Licht in den meist im Brillantschliff gestalteten Steinen. Der Schliff ist wichtig: Nur bei der runden Schliffform mit exakten Winkeln und ausgewogenen Proportionen zeigen die Diamanten alle Farben des Regenbogens, wenn sich das Licht in ihnen bricht. Und das ist auch nur bei den genannten hochfein weißen Steinen der Fall. Eine Tönung mag ästhetisch sein - sie ist eine Wertminderung. Denn egal, wie fein die Tönung ausfällt, sie nimmt dem Regenbogen im Diamanten einen Teil der Leuchtkraft.

Künstliche Klärung durch HTHP Behandlung?

Es ist seit einigen Jahren möglich, Diamanten über hohen Druck und Hitze zu "verbessern". Im sogenannten HTHP-Verfahren werden nicht perfekte Steine unter hoher Temperatur und hohem Druck (high temperature high pressure, kurz HTHP) nachbearbeitet. Unreinheiten können verschwinden oder weniger sichtbar gemacht werden, die Steine werden klarer und weißer. Das mag für Schmucksteine noch angehen, soll der Diamant eine Wertanlage sein, darf er nicht „clarity enhanced“, also behandelt sein. Diamanten, die mit dem HTHP-Verfahren behandelt wurden, haben einen entsprechenden Eintrag in ihrem Diamantzertifikat. Sie mögen optisch schön sein, die Behandlung stellt aber eine empfindliche Wertminderung dar und beeinträchtigt zudem die strukturelle Integrität des Diamanten, er wird dadurch anfällig für Beschädigungen.

Welche Farbstufe hat der Diamant?

Die feinen Farbabstufungen von Diamanten sind mit bloßem Auge nur im geringen Umfang erkennbar. Experten eines gemmologischen Labors prüfen den Stein und schreiben nach ausgiebiger Betrachtung und dem Vergleich mit Farbskalen die genaue Farbe des Diamanten in das Zertifikat. D, E und F bezeichnen wirklich farblose Diamanten, ab I zeigt sich eine leichte Tönung, die bei genauem Hinsehen schon wahrnehmbar ist. Geht man tiefer am Alphabet, ist der Diamant zunehmend und sichtbar gelber. Dazwischen ist alles möglich. Wenn man nun allerdings annimmt, dass die Diamanten mit der Einstufung Z die günstigsten und die mit der Einstufung D die kostenintensivsten sind, macht man es sich zu leicht. Denn neben der Färbung spielt der Schliff eine Rolle. Getönte Diamanten zeigen ohnehin nicht den so begehrten farbigen Regenbogen des sich brechenden Lichts, auch nicht im Brillantschliff. Sie können in einem anderen Schliff, der besonders selten, kompliziert oder modern ist, höhere Preise erzielen.

D, E oder F bei weißen Steinen, Intense bei farbigen Diamanten

Soll der Diamant kein Schmuck sein, sondern Geldanlage, sind weiße Diamanten in der Einstufung D, E oder F sinnvoll. Bei farbigen Diamanten sollte man darauf achten, dass die Farben wirklich auch langfristig gefragt sind und die Farbgebung intensiv ist. Sehr hoch ist die Nachfrage bei rosa bzw. pinken Diamanten, die noch dazu besonders selten sind, weil sie fast ausschließlich in einer einzigen Mine in Australien gefunden werden.

Welche anderen Faktoren spielen eine Rolle?

Die Größe von Diamanten wird in Karat angegeben. Allerdings geht es da um das Gewicht: Die Steine werden meist rund geschliffen. Verdoppelt sich die Karatzahl, ist die Kantenlänge nicht doppelt so groß, sondern vergrößert sich in einem kleineren Maßstab. Was sich verdoppelt, ist das Gewicht. Größere Steine sind in den Jahren von 2004 bis 2018 stärker im Wert gestiegen als kleinere Steine, prozentual gerechnet. Der positive Trend war allerdings bei Steinen jeder Größe zu beobachten. Ob ein Stein als Wertanlage sinnvoll ist, hängt neben der Farbgebung auch von der Größe ab. Kleinere Steine verkaufen sich unter Umständen leichter, größere können eine bessere Wertsteigerung bieten. Nicht jeder Schliff ist als Schmuckstein geeignet, so dass auch der Schliff neben der Größe und der Farbe einen Einfluss auf die Verkaufsmöglichkeiten hat.

Sie interessieren sich für eine Geldanlage in farblosen oder farbigen Diamanten und möchten sich von Experten beraten lassen? Das Team von BAUNAT DIAMONDS freut sich auf Ihre Anfrage!

Author: Inge De Wee
Quelle: BAUNAT

Mit diesem Artikel möchte BAUNAT Sie umfassend über die Investition in Diamanten informieren. Jede Investition birgt ein gewisses Risiko und kann nicht als risikolos garantiert werden. Ebenso können Ihre Erwartungen nicht garantiert werden. Aus diesem Grund empfehlen wir, die Risiken und Aspekte einer Anlage in Diamanten zu recherchieren, um sicherzustellen, dass Sie die richtige Wahl für Ihr Portfolio treffen.

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