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Diamanten schleifen: Die unterschiedlichen Phasen

Das Ende des 17.Jahrhunderts ist geprägt von der Schaffung von Diamanten, deren Facetten eine gewisse Symmetrie aufweisen, welche die Steine ​​wunderbar glänzen lässt. Der Diamantenhändler und belgische Mathematiker Marcel Tolkowsky analysierte die Proportionen und Größenverhältnisse von Diamanten, um die Brillanz und das Feuer des Steins zu maximieren.

Die Verwandlung eines Rohdiamanten in ein einzigartiges Schmuckstück erfolgt in 5 Hauptschritten: Spalten, Sägen, Schleifen, Facettieren und Polieren.

Spalten

Bei diesem Schritt wird eine Kerbe in den Stein geritzt, um ihn in zwei Teile zu spalten. Ziel ist es, dem Stein eine geeignete Form für das anschliessende Sägen oder Schleiffen zu verleihen, wobei Kristallierungsfehler wie  Sprünge, Einschlüsse und schwarzen Flecken eleminiert werden. Der Stein lässt sich in 4 unterschiedliche Richtungen spalten. 

Sägen

Dabei wird der Rohdiamant, wie beim Spalten, in zwei Teile gesägt, die anschließend geschliffen werden. Der einzige Unterschied zum Spalten besteht darin, dass man hierbei die Spitze des Steins beibehalten kann. Diese Arbeitsweise ermöglicht es, einen Diamanten auf einer nicht spaltbaren Kristallationsebene zu zerteilen, was durch verschiedene Sägmaschinen ausgeführt wird.

Schleifen

In dieser vorbereitenden Phase wird der Gürtel bzw. die Rundiste des Diamanten geformt, bevor die einzelnen Facetten geschliffen werden. Dadurch entsteht eine Rohfassung der Form, welche der Diamant später, nach dem Schleifen, erhalten wird. Die Verwendung einer ein- oder zweiachsigen Schleifmaschine ist unerlässlich, um diese Arbeit auszuführen. Mittels eines sehr harten Diamanten von niedriger Qualität, einem sog. “Sherp”, werden die Kanten des Diamanten geschliffen und abgerundet, um die konische Form des geschliffenen Steines entstehen zu lassen.

Facettieren

Dieser Schritt erfordert viel Geschick und Erfahrung und besteht darin, die Facetten des Steins zu kreieren. Ein Brillant wird von verschiedenen Personen bearbeitet, darunter ein Quer- bzw. Kreuzschleifer, 8/8-Schleifer und der Polierer.

Die Facetten werden normalerweise manuell konzipiert, immer öfter wird jedoch auch ein Computer genutzt, um die verschiedenen Schritte auf einem Bildschirm zu visualisieren. Der Computer beachtet die Einschlüsse und ermittelt die maximalen Abmessungen, welche aus einem Rohdiamanten herauszubekommen sind.

Polieren

Der letzte Schritt der Spaltung eines Diamanten wird auf jeder einzelnen Fläche eines Diamanten ausgeführt. Dies ist notwendig um Licht zu kreieren, das durch den Diamanten scheinen wird. Um dieses Ergebnis zu erreichen, wird das Mineral mit einem Scheuermittel eingerieben um es vollständig zu polieren.   

Author: Jeremie Politi
Quelle: BAUNAT

Dieser Artikel stellt keine Empfehlung von BAUNAT DIAMONDS oder dem Autor dar, in Diamanten zu investieren. BAUNAT DIAMONDS übernimmt keine Gewährleistungen oder Haftung bezüglich der Richtigkeit oder Aktualität der hierin enthaltenen Informationen. Eine Investition in Diamanten birgt ein gewisses Risiko. Alle Risiken sollten vom Anleger vor der Investition berücksichtigt werden.

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