Investieren in Diamanten und die Karatsteuer

  • Was ist die sogenannte Karatsteuer?
  • Eine Untersuchung von De Tijd zeigt, dass der Diamantsektor mehr Steuern zahlen muss.

Was ist die sogenannte Karatsteuer?

Diamantenhändler werden nicht mehr auf ihren jährlichen Gewinn besteuert, sondern stattdessen auf den Umsatz. Bisher zahlen sie järhlich eine Körperschaftssteuer auf die angegebenen Gewinne. Durch die Veränderung der Steuerbemessungsgrundlage auf die erzielten Einnahmen wird es weniger Möglichkeiten zur Betrugsbekämpfung geben. Schließlich registriert das Diamond Office alle Transaktionen in Antwerpen. Auch die endlosen Diskussionen über den fairen Wert eines Diamantenlagers mit den Steuerbehörden werden zu einem Ende kommen. Die Karatsteuer wird Diamantenhändler verpflichten auf mindestens 0,55% des Umsatzes 33,30% Steuer zahlen. Dieser Mindestanteil wurde umgesetzt, um Raum zu schaffen, für Steuerabzüge wie Verluste aus früheren Jahren, fiktiven Zinsen und beruflichen Ausgaben. 

Bezüglich dessen, was die Karatsteuer genau bringen wird - und ob dies zum Vorteil der Diamantenhändler oder des Fiskus sein wird – wurde in den letzten Jahren unermüdlich diskutiert. Bisher zahlten Diamantenhändler jährlich rund 20 Millionen Euro Körperschaftsteuer. Die Regierung erwartet ein zusätzliches Einkommen von 50 Millionen Euro durch die Karatsteuer. Der belgische Rechnungshof hält diese potenziellen zusätzlichen Einnahmen für ungewiss, da die Berechnung auf veralteten Informationen beruht.

Die Untersuchung von de Tijd

Die belgische Zeitung De Tijd hat beschlossen, seine eigene Untersuchung zu machen. Sie sammelten in den letzten zwei Jahren  Informationen über Einnahmen, Steuervorteile und Beiträge der 100 größten Diamantenfirmen in Belgien. Gemeinsam zahlen diese Unternehmen über 90% der auf dem Diamantensektor auferlegten Steuern.

Diese Daten zeigen, dass die 100 Diamantunternehmen Steuern in Höhe von 18,1 Mio. € im Jahr 2015 bezahlt haben. Dies ist ein höherer Betrag als im Jahr 2014 (17.880.000 €) und 2013 (13.260.000). Ändert sich das, wenn die Karatsteuer umgesetzt wird? Im Jahr 2015 haben diese 100 Unternehmen einen Umsatz von 18,74 Milliarden Euro angegeben. Im Jahr 2014 waren es 20 Milliarden im Jahr 2013 und 16,5 Milliarden Euro. De Tijd hat berechnet, dass wenn die 33.99% Steuer auf 2,1% ihres Einkommens erhoben werden, müssen die 100 größten Diamantenfirmen ein Betrag von 134 Millionen Dollar zahlen. Wendet man den Mindestprozentsatz von 0,55 in ihren Berechnungen an, ergibt dies eine Summe von 35 Millionen Euro in Steuern. Sie stellten fest, dass sie im Vergleich zu der derzeitigen Regelung, die doppelte Menge an Steuern bezahlen müssen. 

Darüber hinaus deuten mehrere Indikatoren darauf hin, dass der Diamantsektor im Jahr 2016 eine deutliche Umsatzsteigerung erwarten kann, was bedeutet, dass der steuerpflichtige Betrag viel höher liegt als 2015. Mehr Umsatz, mehr Karatsteuer und mehr Gewinn für den belgischen Staat. Letzte Woche hat die Kammer die Karatsteuer gebilligt und dafür gesorgt, dass der belgische Fiskus am Ende dieses Jahres ein schönes Weihnachtsgeschenk bekommt.

Für weitere Informationen über Anlagediamanten und Verkaufsmöglichkeiten, können Sie BAUNAT DIAMONDS besuchen,der Experte für Investitionen in Diamanten.

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Author: San Meuleman

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