Ebola wirft einen Schatten auf die westafrikanische Diamantindustrie

Das Ebolavirus senkt die Exportation von Rohdiamanten in Westafrika. Seit dem Ausbruch der tödlichen Epidemie, verneinen Diamanthändler und Anleger die Region immer mehr, aus Angst vor einer Infektion. Viele Diamanthändler aus Asien und Europa haben Ihre rezenten Sendungen ab sofort zurückgeschickt. 

Westafrika Global Player auf dem Diamantmarkt

Westafrika ist traditionsgemäß eine beliebte Region für Diamanthändler. Länder wie die Elfenbeinküste, Sierra Leone, Ghana, Guinee, Kongo, Nigeria, Liberia und Senegal produzieren jährlich für mehr als 1.19 Milliarden euro an Rohdiamanten.  

Der ganze afrikanische Kontinent produziert jährlich für mehr als 11 Milliarden euro an Diamanten, gut für ungefähr die Hälfte der globalen Produktion. Diese Tendenz hat sich die letzten Monate geändert, doch erwartet man, der Diamanthandel werde wieder stabil sobald die Kontaminationsgefahr vorüber ist.    

Auch für den Diamantgiganten De Beers, tätig in Botswana, Namibia und Südafrika, gefährdet Ebola Ihre örtlichen Aktivitäten. Sie meinen dass eine weitere Verbreitung der Krankheit auch die Position der afrikanischen Diamantindustrie völlig antastet.     

Auch Konsequenzen für den europäischen Markt?

Jeden Monat wird weltweit für 16 Millionen Euro an Rohdiamanten aus westafrikanischen Ländern importiert. Seit dem Ausbruch des Ebolavirus liegt die Exportation von Diamanten dort fast völlig still. Eine weitere Verbreitung des Ebola nach anderen Ländern, enthält das Risiko eines Mangels an Diamanten auf dem internationalen Markt, mindestens für einige Monate.

Diamantunternehmen auf der ganzen Welt werden diesen zeitlichen Rückgang erfahren, denn die Arbeit für Diamantschleifer wird sich beschränken. Die Behörden in Südafrika, Namibia, Zimbabwe und Angola haben bereits Maßnahmen getroffen um den Aufschwung der Krankheit aufzuhalten mittels schärferer Grenzkontrollen.  

Author: Tim Claes

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