Die amerikanische Zentralbank unterstellt eine Rentenerhöhung in Dezember

Wie erwartet entschied der Federal Reserve (Fed) sich dazu die Nullzinspolitik vorläufig fort zu setzen. Aber die große Frage war ob die Zentralbank einen Hinweis über die Chancen einer Rentenerhöhung in Dezember geben würde. Der Fed hält sich alle Optionen offen, aber lässt deutlich durchschimmern dass es wahrscheinlich ab 16. Dezember eine strengere Geldpolitik geben wird.

Die größere Chance auf eine Rentenerhöhung vor dem Ende dieses Jahr gab dem Dollar einen Auftrieb. Infolgedessen sank der Euro nach der Veröffentlichung der Zinsenentscheidung um mehr als anderthalben Cent auf 1,092 Dollar. Ein stärkerer Dollar und höhere Zinsen sind schlechte Nachrichten für Goldanlagen. Der Goldpreis sank um 2 Prozent auf 1.157 Dollar pro Ounce. Investitionen in Diamanten unterliegen diesen Schwankungen weniger.   

Die meisten Wirschaftler glauben an die Nachricht vom Fed und erwarten dass die amerikanische Zentralbank in Dezember zuerst in neun Jahren die Rente erhöht. Aber der Rentenmarkt ist noch nicht überzeugt. Gemäß dem Futuresmarkt ist die Chance auf eine Rentenerhöhung in Dezember nur auf 46 Prozent gestiegen, davor 35 Prozent.

Die amerikanischen Aktienmärkte reagierten unbeständig. Sie mussten unmittelbar nach der Veröffentlichung der Zinsenentscheidung die ersten Gewinne aufgeben, aber wiederherstellten schnell. Aktienanleger sind offensichtlich davon überzeugt dass die Zentralbankiers glauben an eine nachhaltige Erholung der amerikanischen Wirtschaft. Die Stimmung auf dem Rentenmarkt war weniger positiv. Der  amerikanische langfristige Zins, der schon vor der Entscheidung vom Fed gestiegen war, setzte nachher diesen Trend durch. 

Author: San Meuleman

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