Antwerpener Diamantenbranche Vorreiter im Kampf gegen Konfliktdiamanten

Die Diamantenbranche in Antwerpen bleibt der weltweite Vorreiter in der Bekämpfung von Konfliktdiamanten. Das wurde letzten Monat erneut bewiesen durch die Entdeckung einer Ladung von Konfliktdiamanten aus der Zentralafrikanischen Republik. Blutdiamanten werden in Antwerpen systematisch vom Markt ausgeschlossen durch die Mechanismen des Kimberley-Prozesses, der von den Behörden, der Diamantenbranche und den NGOs gemeinsam umgesetzt wird. Das macht Antwerpen zur ethischsten Diamantenstadt der Welt.

Kimberly-Prozess zeigt Erfolg

Im Namen der Antwerpener Diamantenbranche werden alle ein- und ausgehende Diamantenlieferungen vom Antwerp World Diamond Center (AWDC) koordiniert und kontrolliert. Dabei hält man sich strikt an die Regeln des Kimberley-Prozesses, ein strenger internationaler Kontrollmechanismus für den Rohdiamantenhandel. Der Kimberley-Prozess (KP) wurde in 2000 in der südafrikanischen Stadt Kimberley gegründet. Der KP besteht aus 51 Teilnehmern, die gemeinsam 77 Länder vertreten, die eine Einhaltung ethischer Richtlinien im Diamantenhandel fördern wollen.

Dieser Kontrollmechanismus sorgt dafür, dass Konfliktdiamanten vom internationalen Handelsverkehr strikt ausgeschlossen werden. Konfliktdiamanten sind Diamanten, die verkauft werden, um bewaffnete Rebellen, Kriege und Konflikte zu finanzieren. In der Zentralafrikanischen Republik gibt es zum Beispiel seit Jahren einen bewaffneten Konflikt zwischen örtlichen Milizen, über den die Regierung die Kontrolle längst verloren hat. Diese Gruppierungen verkaufen Diamanten, um ihren blutigen Kampf zu finanzieren.

Diamantenstadt Antwerpen – ein wichtiges Glied in der Kette

Das wird ihnen aber in Antwerpen – dem Diamantenumschlagplatz mit der größten Transparenz und den besten Kontrollmaßnahmen der Welt – nicht gelingen. Jede verdächtige Lieferung wird bis ins kleinste Detail geprüft, sodass die Betrugsquoten auf ein absolutes Mindestmaß reduziert werden. Die Diamantenbranche möchte auf diese Weise das Signal aussenden, dass Diamanten aus Konfliktgebieten in Antwerpen nicht willkommen sind.

Schon beim geringsten Zweifel werden die Diamanten eingehend auf Übereinstimmungen mit Diamanten aus Konfliktregionen untersucht. Antwerpen ist bei diesen Kontrollen ein wichtiges Glied in der Kette, da der Handelsweg von 84 % der Rohdiamanten und 50 % der geschliffenen Diamanten durch diese Stadt führt.

Antwerpen behauptet damit seine internationale Führungsposition auf dem Gebiet von Diamanten, die sowohl rein (in Bezug auf die Qualität) als auch sauber (in Bezug auf die Herkunft) sind. Die Diamantenbranche von Antwerpen bekennt sich daher langfristig zu einem fairen Handel mit Diamanten aus konfliktfreien Gebieten.

Author: Katrien Maes

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