Afrikanische Länder arbeiten zusammen um konfliktfreie und zertifizierte Diamanten garantieren zu können

  • Regional Certification Mechanism
  • Durck auf die Industrie
  • Zertifizierte Diamanten und Rohstoffe

Diamanten werden als Blutdiamanten bezeichnet wenn Gewalt bei deren Gewinnung angewendet wird oder wenn Menschen bei  der Abbauung aus dem Grund gestorben sind. Diese Diamanten spielten in den 90er Jahren eine wichtige Rolle bei verschiedenen Konflikten im Westen und Süden des afrikanischen Kontinents. 

 Regional Certification Mechanism

Eine Gruppe von afrikanischen Ländern hat daher unter internationalem Druck ein Zertifizierungsverfahren entwickelt, welches es einfacher für Unternehmen macht, Konfliktdiamanten aus ihrer Produktion auszuschließen. Immer mehr Minen in der Demokratischen Republik Kongo werden als konfliktfrei zertifiziert. Bei der letzten Zählung und Kontrolle im August 2015 wurden  140 von insgesamt 180 Minen im Kongo zertifiziert.

Die Liste der validierten konfliktfreien Minen ist Teil eines Zertifizierungsrahmen , als der ‚Regional Certification Mechanism‘ bekannt, der von der ‚International Conference on the Great Lakes Region‘ (ICGLR) entwickelt wurde. Dies ist eine zwischenstaatliche Organisation von 12 afrikanischen Ländern, die im Jahr 2011 gegründet wurde. Die Rahmenbedignungen bestehen aus mehreren Schritten und einem System von Kontrollpunken. „Zum ersten Mal in der kongolesischen Geschichte gibt es einen gründlichen Multi-Stakeholder-Prozess, der  Rebellengruppen und militärischen Nutzen von Minen beurteilt“,  sagt Sasha Lezhnev, Associate Director des Enough Project, eine Gruppe, die sich einsetzt um Kriegsverbrechen in Afrika zu stoppen. „Dies ist ein wichtiger Schritt für ein Land, das seit Jahrzehnten von Konflikten und Krieg geplagt wurde.“

Druck auf die Industrie

In den letzten Jahren wurde der Druck auf Unternehmen verstärkt. Ein Artikel aus dem amerikanischen Dodd-Frank Finanzreformgesetz von 2010 legt fest,dass die börsengelisteten US-Unternehmen  offen legen müssen, ob sie Mineralien aus Zentralafrika verwenden und welche Maßnahmen sie genommen haben um die Quelle dieser Mineralien zu bestimmen. 

Überprüfungsprozess

Die Beurteilung von Minen der Demokratischen Republik Kongo wird ausgeführt durch eine Gruppe, zusammengestellt aus Vertretern der Vereinten Nationen, Geschäftsleuten und der kongolesischen Regierung. USAID und das deutsche Bundesinstitut für Geowissenschaften und Rohstoffe finanziert diese Operation.

Die Zertifizierung von mehreren hundert Minen mag nicht viel erscheinen, in Anbetracht der Tatsache, dass es Tausende von Minen gibt, doch laut Leshnew ist die Anzahl der Minen weniger wichtig als das Volumen der Mineralien, die zu bewerten sind. „Manche Minen haben nur 5 bis 10 Minenarbeiter beschäftigt, während andere mehrere tausende beschäftgen.“ Die so genannten "Validierungs-Missionen" sind gerichtet auf high-volume Gebiete wie Rubaya in Nord-Kivu, einer Provinz im Osten der Demokratischen Republik Kongo und die Basis für einige der schwersten Kämpfe zwischen Rebellengruppen, Milizen und Regierungstruppen. 

Die Teams überprüfen  die Minen jährlich, basierend auf einem Standard, der die Arbeitsbedingungen, Konflikte und Entwicklung der Gemeinschaft auswertet. So sollten beispielsweise keine keine bewaffneten Gruppen oder die kongolesische Armee in der Mine anwesend sein und es sollten keine Kinder oder schwangeren Frauen dort arbeiten. Wenn eine Mine die Kontrolle besteht, erhält sie ein grünes Label. Diese Informationen werden dann auf der ICGLR-Website veröffentlicht.

Der Zertifizierungsprozess ist ein guter Anfang aber keine endgültige Lösung. Laut Leschnew, benötigt die Berfreiung von Konflikten im  Handel mit Mineralien und Rohstoffen  mehr Unterstützung aus der kongolesischen Regierung, den USA und der Europäischen Union.

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Author: San Meuleman

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